„BIG“ – Beobachten – Interpretieren – Gestalten

 

HINSCHAUEN  -  NACHDENKEN  -  LÖSUNGEN FINDEN

IM SCHULALLTAG

BEGLEITEN und COACHEN von KINDERN

in ihren

Emotionen

Interessen und Stärken

herausfordernden Situationen und Konflikten ...

... in Zusammenarbeit mit Eltern, Erziehungsberechtigten ...

... Lehrerinnen und Lehrern

 

 

 

BIG - ein Modell zur Begleitung von Entwicklungsprozessen

Konzept entwickelt von: Prof. Elisabeth Leskowa, MA-POS (Psychoanalytic Observational Studies) elisabeth.leskowa(at)phwien.ac.at

Mehr Informationen zu BIG finden Sie in: Sabine Hofmann-Reiter, Gabriele Kulhanek-Wehlend, Peter Riegler (Hg.), Forschungspersektiven - Fokus Unterrichtspraxis: Projekte, Modelle und Konzepte. Wien 2017, Seite 131 ff.

BIG ist als Modell zu verstehen, das einen ganzheitlichen Ansatz zur Begleitung von Schülerinnen und Schülern anbietet. Dieses Modell sieht vor, alle am Lern- und Entwicklungsprozess beteiligten Lehrerinnen, Lehrer, Eltern und Erziehungsberechtigten einzubeziehen und diesen eine umfassende Weiterentwicklung zu ermöglichen. Um vielfältige Sichtweisen zu erhalten und den Handlungsspielraum zu erweitern, wird den Schulstufen eine Begleitung zur Verfügung gestellt.

Ziele:

Schülerinnen und Schüler stehen im Zentrum des Interesses und sollen in Interaktionen in ihrem Arbeitsumfeld beobachtet und in ihren individuellen Fähigkeiten, begleitet und gefördert werden, um ein möglichst hohes Maß an Arbeits-, Persönlichkeits- und Sozialkompetenz zu erreichen.
Das Lehrerinnen-, Lehrerteam versucht aufgrund seiner Beobachtungen und gemeinsamen Gesprächen, spezifische Gestaltungsmöglichkeiten zum Lernen zu entwickeln.

Das Kernmodell BIG wird im Arbeitsfeld der Lehrerinnen und Lehrer in 3 Schritten durchgeführt:
Beobachten unterschiedlicher Situationen im Schulalltag
Interpretieren dieser Situationen durch die Beobachterinnen, Beobachter
Gestalten, entwickeln und umsetzen von gemeinsamen Lösungswegen

Beobachten

Lehrerinnen und Lehrer beobachten ein für sie ins Interesse rückendes Geschehen, wie z. B. Schülerinnen, Schüler in Interaktionen und im Kontext von Einzelarbeiten, Gruppenarbeiten, Klassengesprächen, Diskussionen, Pausen usw.

Die Beobachtungen sind Grundlage für die Weiterarbeit und können auch schriftlich festgehalten werden. Diese Deskriptionen erweisen sich als förderlich für das Interpretieren und den gesamten Arbeitsprozess.

Interpretieren

Auf die Beobachtung folgt die gemeinsame Arbeit des Interpretierens. Dieser Schritt verfolgt die Absicht, sich neben dem bewusst Wahrgenommenen, der unbewusst emotionalen Dimension auf verstehende Weise anzunähern. Die unterschiedliche Art und Weise, wie Beobachterinnen, Beobachter Situationen erleben und verstehen, ermöglicht eine Abbildung der Vielfalt des beobachteten Geschehens.

Gestalten

Die gesammelten Gedanken, Gefühle, Impulse und Ideen ermöglichen, Prozesse in Gang zu setzen, die für die Arbeitsbeziehung von Schülerinnen, Schülern und Lehrerinnen, Lehrern gleichermaßen hilfreich sein können. Entwicklungspotenziale und Ressourcen können erkannt, Veränderungen und Strategien gemeinsam geplant und umgesetzt werden.

Dieses gemeinsame Arbeiten kann nachhaltige Ergebnisse erzielen und insgesamt zur Qualitätssicherung von Lern- und Erziehungsprozessen beitragen.

Den theoretischen Hintergrund bildet das Modell „Lernen durch Erfahrung“ von W. R. Bion, Tavistock Center London.

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Gerda Thosold, CC BY-NC-ND

© Pädagogische Hochschule Wien | Grenzackerstraße 18 | 1100 Wien

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