2. Symposium „Konsum neu denken“

Die Initiative und Betreuung für dieses Symposium ging von Christian Fridrich (Pädagogische Hochschule Wien), Renate Hübner (Alpen-Adria-Universität Klagenfurt), Sebastian Nessel (Karl-Franzens-Universität Graz) und Nina Tröger (Arbeiterkammer Wien) aus.

In Fortsetzung des ersten Symposiums stand auch auf dem zweiten Symposium „Konsum neu denken“ das Phänomen des Konsums als mehrschichtiges Phänomen im Zentrum. Diesjähriges Thema dieses gut besuchten Symposiums war „Multiperspektivische Verbraucherforschung – theoretische und praktische Perspektiven auf Konsum und Verbraucherpolitik im Dialog“. Aus den vier relevanten Feldern Verbraucherbildung, Verbraucherforschung, Verbraucherpolitik und Nachhaltigkeitsforschung wurden zu folgenden Themenblöcken Vorträge gehalten: neue Betrachtungen zu Konsumentinnen bzw. Konsumenten und Konsum; Stand, Vernetzungsinitiativen und -ergebnisse der Verbraucherforschung in Österreich sowie multiperspektivische Verbraucherforschung.
Ziel dieses zweiten Symposiums „Konsum neu denken“ war es, unterschiedliche wissenschaftliche und praktische Perspektiven miteinander in Dialog zu bringen, um neue Ansätze zur Verbraucherforschung anzuregen und zu einem umfassenderen Verständnis des Konsums sowie der Verbraucherpolitik und Verbraucherbildung beizutragen.

Unter Konsum werden in diesem Netzwerk alle marktfernen und marktnahen – den konkreten Kaufakten vor- und nachgelagerten – inter- und intrapersonalen Prozesse nicht gewerblicher Verbraucher verstanden, wie Bedürfnis- bzw. Bedarfsentstehung bzw. -formierung, Gelderwerb und -verwendung, Entsorgung, Weitergabe und Teilung (sharing) von Konsumgütern sowie Konsumverzicht. Als konsumrelevante Akteurinnen und Akteure werden neben Konsumentinnen bzw. Konsumenten alle mit Konsumhandlungen und Nicht-Handlungen verbundenen Akteurinnen und Akteure verstanden: neben Unternehmen auch Institutionen der Verbraucherpolitik wie Ministerien und Norminstitutionen, bildungs- und nachhaltigkeitsrelevante Akteurinnen und Akteure, Verbraucherorganisationen, NGOs, Haushalte etc. Als Folgen von Konsumhandlungen bzw. Nicht-Handlungen sind die Auswirkungen des Konsums auf Haushalte, auf soziale „Nachbarschaften“ („peer groups“) sowie die soziale und natürliche Umwelt angesprochen.
Am Abend des ersten Symposium-Tages wurde der erste Band der Reihe „Kritische Verbraucher-forschung“ (Verlag Springer VS) präsentiert. Dieser Leitband legt die Basis für die Buchreihe und trägt den Titel „Abschied vom eindimensionalen Verbraucher“.

Vier der fünf Autorinnen bzw. Autoren und Herausgeberinnen bzw. Herausgeber des
Springer-Bandes „Abschied vom eindimensionalen Verbraucher“ –
von links: Christian Fridrich, Renate Hübner, Nina Tröger, Michael-Burkhard Piorkowsky

Qualitätssicherungsverfahren in einem Sammelband in der Reihe „Kritische Verbraucherforschung“ bei Springer VS erscheinen. Auch das 3. Symposium wird sich an Expertinnen und Experten aus verschiedenen Bereichen richten, die in der Wissenschaft sowie in Politik, NGOs, Beratung und Praxis im Themenfeld Konsum arbeiten und forschen. Kolleginnen und Kollegen von Pädagogischen Hochschulen, Fachhochschulen und Universitäten sind herzlich eingeladen, nach dem Call themenrelevante Beiträge einzureichen.

Kontakt: christian.fridrich@phwien.ac.at


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