Veranstaltung „Positionen“ am 10.11.2016 an der PH Wien

Unter dem Motto „Unterrichten lernen“ referierten Matthias Proske aus Köln und Heribert Schopf und stellten jeweils Grundzüge „ihrer“ Theorie des Unterrichts vor. 

Matthias Proske behandelte in seinem beeindruckenden Referat den von ihm entwickelten kommunikationstheoretischen Zugang zu Unterricht auf systemtheoretischer Basis. Bedeutsam für seine Forschungsarbeiten werden für ihn dabei diejenigen Ordnungsmomente, zu denen die Lehrperson greift, um die unbestreitbare Kontingenz unterrichtlichen Geschehens zu verringern, d.h. um pädagogische Handlungsoptionen für die Lehrperson bereit stellen zu können, den Unterricht plangemäß modelliert durchführen zu können.

Heribert Schopf geht hier positionell einen anderen Weg. Seine auf Fachlichkeit und Sachlichkeit des Unterrichts hin ausgelegte „skeptische“ Didaktik arbeitet sich an den Bedingungen der Möglichkeit bildenden Lernens und Lehrens ab. Diese Didaktik liefert weniger handlungsleitende Offerte zur Gestaltung des Unterrichts, sondern bearbeitet auf Basis eines pädagogischen Unterrichtsbegriffs diejenigen Bedingungsfaktoren eines professionalisierten Reflexionswissens, das je individuell erst fallbasiert entsteht. Eine Modellierung von Unterricht wird in dieser Didaktik nicht angestrebt.

Im nächsten Semester SoSe 2017 erwarten wir Anke Wegner (Uni Hamburg) und Bernd Hackl (Uni Graz)

22. Mai 2017 , 15:00 - 18:00 Uhr


<< Zurück zur Startseite

© Pädagogische Hochschule Wien | Grenzackerstraße 18 | 1100 Wien

Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.